Kunst im Park 2012

Brian Sibola Hansen
Evelin Markstein
Gea Sibola Hansen
Hermann Michaelis
Kerstin Fischer
Lisa Busche
Lydia Nüüd

Kerstin Fischer

1. Arbeit. »Hier sein«:
Für Namedy ist es wesentlich, mit Eindrücken einer gewachsenen Schönheit überschüttet zu werden. Das Zusammenspiel von Architektur und Zeit erzeugt eine scheinbar natürliche Umgebung.
Die Bodeninstallation greift diese Stimmung auf und setzt es in Bezug zur zeitgenössischen Kunst. Die aufgespannten Handtücher betten sich auf der Wiese ein, bleiben jedoch Fremdkörper. Sie spiegeln die sie umgebenden Hügel wieder und richten den Blick des Betrachters vom Gras in den Himmel. Insgesamt wirkt die Situation verlassen und einladend zugleich. Die reservierten Handtücher erinnern an Freizeit. Sie sind eine Einladung, von hier aus die Kunst, die Bäume, den Park, Namedy und die gesamte Welt zu betrachten. Ein kurzes Aussetzen, um mit geschärften Sinnen der Welt zu begegnen..

2. Arbeit. »Stand still in Stansted still stands still til Sunset«:
In ihrer Arbeit beschäftigt sich Kerstin Fischer mit dem Werden und Vergehen von Dingen. Ein Prozess der Veränderung, der gleichzeitig auf ganz Altes und ganz Neues setzt und damit immer wieder den Blick auf die Dinge, sich selbst, die Zukunft, die Vergangenheit, kurz: die Existenz, verschiebt.
Für Namedy wurde der Enstehungs- und Zersetzungsprozess verkürzt. Sichtbar sind zwei schwelende Heuhaufen in deren Mitte sich die eigentlichen Skulpturen befinden. Aus Ton gefertigt werden sie so für die Zukunft haltbar gemacht. Mit der Zeit wird das Gras zusammenfallen. Übrig bleibt ein Haufen Asche aus dem einzelne Tonscherben hervortreten. So wird aus dem Moment der Fertigung eine Art Ausgrabungsstätte, in dem die geformten Skulpturen nur in Teilen und Fragementen auftauchen.

Kerstin Fischer (*1981) lebt und arbeitet in Köln. Sie studierte von 2000 bis 2006 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rita McBride, Martin Gostner und Jan Dibbets.



Weiter Infos: www.kerstinfischer.net
Kontakt
Burg Namedy
56626 Andernach

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